Scientists for Future Bochum

Die Bochumer Regionalgruppe von Scientists for Future startete im November 2019 und vereint Wissenschaftler:innen aus den Geistes-, Gesellschafts-, Ingenieurs-, Natur-, und Wirtschaftswissenschaften. Als Aktive in der Bewegung Scientists for Future (S4F) wirken wir durch proaktive Wissenschaftskommunikation, zum Beispiel in Form von Vorträgen oder als Teilnehmer:innen an Podiumsdiskussionen, in die Gesellschaft hinein und fördern den Diskurs über die Klimakrise und die notwendige nachhaltige Transformation in Bochum.

Obwohl die Regionalgruppe an der Ruhr-Universität Bochum ins Leben gerufen wurde, laden wir ausdrücklich und herzlich Angehörige aller Bochumer Hochschulen und alle Wissenschaftler:innen mit Bezug zu Bochum ein, sich aktiv bei uns einzubringen. Als Regionalgruppe von Scientists for Future unterstützen wir die friedlichen Aktivitäten und gerechtfertigten Forderungen von Fridays for Future Bochum und Students for Future Bochum.

Aktive unserer Regionalgruppe treffen sich an jedem ersten Mittwoch im Monat im Online-Plenum. Möchtest Du Dich mit Deiner Fachexpertise bei Scientists for Future einbringen oder einfach nur mal vorbeischauen? Gehe den ersten Schritt und schreib uns eine E-Mail, gerne mit ein paar Infos zu Deinem wissenschaftlichen Hintergrund und Deiner Motivation für S4F.

AKTUELLES
Fachliche Unterstützung aus unserer Regionalgruppe floss in das erstes Policy Paper der Scientists for Future ein. Titel: Heizen mit Holz - knapp, teuer und unerwartet klimaschädlich.

Unter dem Motto #PeopleNotProfit fordert Fridays for Future am 23. September 2022 auf allen Kontinenten und überall in Deutschland ein, dass die Politik nicht mehr länger Konzerninteressen über Menschenleben stellt!

Unser Workshopangebot für mehr Nachhaltigkeit in Arbeitseinheiten an der RUB

Beratung/Unterstützung von Bürger-Initiativen z.B. Fridays for Future Bochum, Bochumer Klimaschutzbündnis, Bochum muss Handeln, Bündnis zukunftsfähiges Bochum, u. a.

Durchführung und Auswertung einer Umfrage zur Nachhaltigkeit and Bochumer Hochschulen

Wissenschaftskommunikation & Öffentlichkeitsarbeit, Vorträge, Veröffentlichungen, Podiumsdiskussionen

„Bochumer Warming Stripes“ (eigene Darstellung) im Stile von Ed Hawkins. Die Warming Stripes sind eine Darstellung der Temperaturveränderungen. Jeder Streifen steht für einen Jahresmittelwert und die Färbung zeigt an, ob das Jahr kälter (je blauer desto kälter) oder wärmer (je röter desto wärmer) im Vergleich zum 30jährigen Mittel ist. Nähere Informationen hierzu findet Ihr in unserem „Impulspapier zum Klimanotstand“.

Die Daten stammen von der Ludger-Mintrop-Stadtklimastation und wurden uns vom Geographischen Institut der RUB zur Verfügung gestellt. Dargestellt sind die Abweichungen der Jahresmitteltemperaturen für Bochum von 1912 bis 2019. Die Abweichungen beziehen sich auf den Mittelwert 10,7 °C des Referenzzeitraums 1971-2000. CC BY-SA 4.0 unter Angabe der genannten Quellen.




Scientists for Future, wer sind wir?

Scientists for Future (S4F) ist ein überparteilicher und überinstitutioneller Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen aus allen Disziplinen. Angesichts der historisch beispiellosen, globalen Klima-, Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitskrise sehen wir uns in der Pflicht, öffentlich und proaktiv die Stimme zu erheben und wissenschaftliche Erkenntnisse breit bekannt zu machen. Dadurch wollen wir zu faktenbasierten, sachlichen politischen Diskussionen beitragen und den gesellschaftlichen Dialog und seine Akteure fördern und stärken.

S4F ist eine dezentrale, sich selbst organisierende Basisbewegung. Die Mitarbeit bei S4F steht allen Wissenschaftler*innen offen, die sich zur Charta der Scientists for Future und den Inhalten der initialen S4F-Stellungnahme bekennen. Unsere Arbeit erfolgt hauptsächlich im Rahmen unserer S4F Regional- und Fachgruppen, die jeweils ihre eigenen Schwerpunkte setzen.

S4F Regionalgruppen handeln in diesen Bereichen:

  • Wissenschaftskommunikation durch Vorträge, Teilnahme an Podiumsdiskussionen, Vermittlung von Lerninhalten zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit in pädagogischen Institutionen, Projekttagen an Schulen, Vorträge in Hochschulen, etc.
  • Ansprechpartner*innen in der Region für Fridays for Future, andere 4future- und Umweltgruppen, andere gesellschaftliche Akteure und Medien;
  • Wissenschaftliche Unterstützung gesellschaftlicher Akteure oder eigene Expertenteilnahme in kommunalen Prozessen (z.B. kommunale Klimaschutzbeiräte);
  • Teilnahme an überregionalen S4F-Fachgruppen und Projekten.

Die Regionalgruppen kennen und nutzen die gemeinsame S4F-Wissensbasis und tragen dazu bei.

S4F gründete sich im März 2019 zur Unterstützung der für mehr Klima- und Umweltschutz Protestierenden von Fridays for Future. Als Wissenschaftlerinnen und Wissen­schaftler erklären wir auf Grundlage gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse: Die Anliegen der Protestierenden sind berechtigt und gut begründet. Damals wie heute gilt: Die derzeitigen Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz reichen bei weitem nicht aus und bleiben hinter den selbstgesteckten Zielen zurück.

Die Stellungnahme und wissenschaftliche Veröffentlichung „Die Anliegen der jungen Protestierenden sind berechtigt“ wurde von über 26.000 Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unterzeichnet und zeigt anhand von 24 Klimafakten und zahlreichen wissenschaftlichen Quellen, dass die Maßnahmen zum Schutz des Klimas, der Arten, des Waldes, der Meer und des Bodens bei weitem nicht ausreichen.

Die jungen Menschen fordern zu Recht, dass sich unsere Gesellschaft ohne weiteres Zögern auf Nachhaltigkeit ausrichtet. Ohne tiefgreifenden und konsequenten Wandel ist ihre Zukunft in Gefahr. Dieser Wandel bedeutet unter anderem: Wir führen mit neuem Mut und mit der notwendigen Geschwindigkeit erneuerbare Energiequellen ein. Wir setzen Energiesparmaßnahmen konsequent um. Und wir verändern unsere Ernäh­rungs-, Mobilitäts- und Konsummuster grundlegend.

Das Übereinkommen von Paris, meist als Pariser Klimaschutzabkommen bezeichnet, von 2015 (UN FCCC, 2015) verpflichtet die Staaten völker­rechtlich verbindlich, die globale Erwärmung deutlich unter 2 °C zu halten. Darüber hinaus haben alle Länder Anstrengungen versprochen, die Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. Auch wenn weiterhin Beteiligungs- und Diskussionsbedarf besteht: Jetzt muss gehan­delt werden. Beides schließt einander nicht aus. Es gibt bereits viele gesellschaftliche und technologische Innovationen, die Lebensqualität erhalten und menschliches Wohl­ergehen verbessern können, ohne unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu zerstören.

(Stand: 1. August 2022)

Mitmachen - Du zählst! #KeinGradWeiter

Schreib uns eine Email (bochum@scientists4future.org) mit ein paar Infos zu deinem wissenschaftlichen Hintergrund und Deiner Motivation für S4F. Wenn Deine Mitwirkung im Sinne der S4F-Charta möglich ist, nehmen wir Dich in unseren Email-Verteiler auf und lassen Dir detailliertere Informationen zu unserer Arbeit zukommen. Neben einer möglichen aktiven Mitwirkung bei Projekten kannst Du über den Email-Verteiler auch einfach auf dem Laufenden bleiben, was bei S4F und in Bochum passiert.